Rostock

Rostock - ein typisches Nordlicht

Die Hansestadt Rostock trägt ihren Namen aufgrund der Lage, die durchreisende Slawen vor rund 1.400 Jahren zur Errichtung einer Burganlage erwählt haben: "roztoc" bedeutet soviel wie "Auseinanderfließen eines Flusses". Tatsächlich liegt der an Einwohnern reichste Ort Mecklenburg-Vorpommerns an eben jener Stelle, an der sich das Gewässer der anliegenden Warnow teilt - was bei Gästen, die den jenseits liegenden Teil der Stadt besuchen möchten, regelmäßig für Verwirrung sorgt. Dabei ist Rostock zu besichtigen durchaus keine schlechte Idee, denn die Regiopole ist Mitglied des Bundes "Historic Highlights Of Germany", welchem 14 mittelgroße Städte mit einzigartiger Geschichte und zahlreichen Sehenswürdigkeiten angehören.

Zwischen Gotik und Moderne

Was Rostock als Angehörige dieses Bundes auszeichnet, wird bereits auf den ersten Blick deutlich: Das gesamte Stadtbild ist von gotischen Backsteinbauten dominiert, deren wortwörtlich herausstechendes Gebäude die zentral platzierte Marienkirche mit der deutschlandweit einzigen funktionsfähigen Monumentaluhr ist. Doch auch die erhalten gebliebenen Teile der Stadtmauer samt den Stadttoren und die malerischen Kaufmannshäuser sind Paradebeispiele norddeutscher Baukunst. Komplettiert wird das hanseatische Flair durch den 1898 fertiggestellten Warnemünder Leuchtturm, der bis heute als Orientierungslicht der Schifffahrt dient und Besuchern einen atemberaubenden Ausblick über das Binnenmeer Ostsee bietet. Ein weiteres Highlight ist das direkt am Wasser stehende "Hotel Neptun", welches seinen Gästen Stadt- und Strandurlaub zugleich ermöglicht.

Norddeutsches Bildungszentrum

Jenseits touristischer Pfade präsentiert sich Rostock als Universitäts-Standort, der mehr als 15.000 Studierende an insgesamt neun Fakultäten verzeichnet. Als eine der ältesten Hochschulen Deutschlands blickt die "Alma Mater Rostochiensis" auf eine nunmehr fast 600-jährige Geschichte zurück, die stets eng mit der Stadtentwicklung verbunden war. Während zur Blütezeit der Hanse vornehmlich baltische, skandinavische und holländische Studenten eingeschrieben waren, nehmen heute überwiegend nord- und mitteldeutsche Bürger an den Veranstaltungen der Universität teil.

Hafengeschichte(n) hautnah

Sie alle schätzen den im besten Sinne altmodischen Charme, den das Zentrum und der Hafen von Rostock noch immer ausstrahlen. Tatsächlich fühlen sich viele Besucher beim Bummel an der Warnemünder Mole in eine andere Zeit zurückversetzt. Hier legen nach wie vor kleine Schoner und Fischerkähne an, die ihre Ware fangfrisch direkt von Bord verkaufen. Auch Matrosen mit Seesäcken auf dem Rücken wirken keineswegs anachronistisch, sondern gehören ebenso zum typischen Bild wie die weiter draußen lagernden hochmodernen Container-Schiffe. Anders als in früheren Zeiten darf Rostock inzwischen nahezu alle Güter umschlagen und ausfahren. Im Hoch- und Spätmittelalter beschränkte sich die Export-Genehmigung ausschließlich auf Bier.

Kulinarisches und Kulturelles

Wer davon kosten möchte, findet in den Straßen der Altstadt unzählige Kneipen im typischen Hafen-Style, von denen manche wie ein Museum für maritime Skurrilitäten wirkt. Darüber hinaus beherbergt Rostock jedoch auch zeitgemäße gastronomische Einrichtungen, in denen neben Fischgerichten multikulturelle Speisen angeboten werden. Passend zu diesem weltstädtischen Flair beheimatet die Regiopole den größten Zoo entlang der deutschen Ostseeküste. Für nur ein Ticket kann jeder Besucher mehr als 320 verschiedene Tierarten bestaunen und den Dreharbeiten der Zoo-Doku-Soap "Ostsee-Schnauzen" beiwohnen.

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