Osnabrück

Osnabrück - Rathaustür © mekcar / Fotolia.com

Osnabrück - Stadt des Westfälischen Friedens

Mit etwas mehr als 156.000 Einwohnern ist Osnabrück die viertgrößte Stadt in Niedersachsen. Eine Vielzahl an bedeutenden Unternehmen sowie die relativ große Universität (22.000 Studenten) machen Osnabrück zu einem wichtigen Oberzentrum für die umliegende Region.

Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück bis ins frühe Mittelalter. Karl der Große gründete an dem Knotenpunkt wichtiger alter Handelsstraßen bereits um das Jahr 780 einen Bischofssitz, wodurch das Wachstum des vorherigen Marktfleckens erheblich beschleunigt wurde. Zur Zeit der Hanse trug "Ossenbrügge" - damals noch auf westfälischem Hoheitsgebiet liegend - den Titel einer Prinzipalstadt der damals mächtigen Handelsvereinigung. Bis heute legen große Teile der Sprache, die alte Architektur sowie die einheimische Küche mit Spezialitäten wie Pumpernickel, Grünkohl, Wurstebrot oder Ramanken Zeugnis ab von der langen Zugehörigkeit zu Westfalen.

Historischer Höhepunkt der Stadtentwicklung war aber sicherlich der Friedensvertrag, der 1648 den Dreißigjährigen Krieg beendete. Ein Großteil der Verhandlungen wurde, neben Münster, im alten Rathaus von Osnabrück geführt. Dafür erhielt es 2015 zu Recht die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel. Daneben hat die Stadt aber noch eine ganze Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten zu bieten, z.B. das fürstbischöfliche Barockschloss, den Bucksturm, einen Teil der ehemaligen Stadtmauer, das Waterloo-Tor oder den Ledenhof. Die insgesamt gut erhaltene, wunderschöne Altstadt ist sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein beliebtes Ziel für ausgedehnte Shopping-Touren und Gaumenfreuden in den vielen Restaurants, Bars und Cafés, darunter z.B. der Gourmet-Treff "la vie", der im Jahr 2011 seinen dritten Michelin-Stern erhielt und zu den Top-Restaurants in Deutschland zählt.

Entsprechend der Größe und Bedeutung für die Region finden in Osnabrück im Jahreslauf viele hochkarätige Veranstaltungen statt. Einer der Höhepunkte ist die Osnabrücker Maiwoche. 1972 ins Leben gerufen, ist sie gegenwärtig einer der größten kostenlosen Open-Air-Events in Norddeutschland - für das Jahr 2015 gaben die Veranstalter eine Zahl von etwa 700.000 Besuchern des Festes an. Rund 120 Stände in der gesamten Innenstadt bieten kulinarische Genüsse, Schmuck und Kunsthandwerk, auf mehreren Bühnen gibt es Live-Musik aller Stilrichtungen. In die Maiwoche fallen auch jeweils die Städtepartnerschaftstage mit Kultur und Musik aus den Partnergemeinden Haarlem, Angers, Derby, Twer und Canakkale. Zu den größeren und wichtigen Veranstaltungen zählen neben der Maiwoche noch das Euregio Musik Festival, seit 1997 das Afrika Festival mit Kunst, Musik und Kultur vom "Schwarzen Kontinent", das Classic con Brio Festival und nicht zuletzt Gay in May, das älteste Kulturfestival der schwul-lesbischen Szene in Deutschland. Abgerundet wird das Angebot durch viele Kneipen und Clubs mit kleineren Kultur-Events und Konzerten.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der Zoo der Stadt. Jedes Jahr lockt er mit seinen 2.500 Tieren und insgesamt 280 Tierarten mehr als 550.000 Besucher an. Trotz der relativ überschaubaren Größe gilt: Wer Osnabrück genauer entdecken und kennen lernen will, braucht mehr als einen Tag. Für Übernachtungen gibt es ein breites Spektrum an Unterkünften vom Hostel über preisgünstige Pensionen bis hin zum 4-Sterne-Hotel. Die Anreise stellt ebenfalls kein Problem dar. Die Stadt ist nicht nur hervorragend an das Autobahn- und Schienennetz angebunden, sondern verfügt mit dem Airport Münster-Osnabrück auch über einen nahen Anschluss an den Luftverkehr.

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