Oldenburg (Oldb)

Oldenburg - Alter Stadthafen © fotobeam.de / Fotolia.com

Oldenburg - Europas ehemaliger Herrschersitz

Der heute drittgrößte Ort des Landes Niedersachsen bildet zusammen mit der Hansestadt Bremen eine von insgesamt 11 europäischen Metropol-Regionen. Er zeichnet sich als Universitäts-Standort, Sitz zahlreicher mittelständischer Unternehmen und Zentrum kreativen Schaffens aus. Darüber hinaus besticht Oldenburg durch eine Ansammlung historischer Bauwerke, die unmittelbare Nähe zum Meer und liebevoll gestaltete Grünanlagen.

Ehrendes Gedenken an einflussreiche Herrscher

Der Grundstein für diese Pracht wurde vor rund 700 Jahren gelegt. Schon kurze Zeit später stieg Oldenburg zum bedeutenden Herrschersitz Europas auf. Durch Heirat und diplomatisches Geschick erweiterte der hier amtierende Graf Christian seine Macht auf die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Dänemark sowie auf Schleswig und Holstein. Auch die in Oldenburg ansässige Herzogin Amalie vereinte gleich mehrere bedeutende Titel auf sich. Sie war sowohl Prinzessin von Bayern als auch Königin von Griechenland. Obwohl beide der Stadt zu einer einflussreichen Stellung verhalfen, gebührt die größte Achtung der Stadt einem anderen Herrscher: dem während des Dreißigjährigen Krieges regierenden Graf Anton Günther. Er sorgte nicht nur für das Wachstum von Oldenburgs Wohlstand, sondern bewahrte seinen Heimatort auch vor der Zerstörung.

Aufstieg zur Universitäts-Stadt

Dass sich die Stadt und manches Restaurant Bewohnern oder Gästen heute in überwiegend klassizistischem Baustil präsentieren, ist einer Naturkatastrophe geschuldet: Rund zehn Jahre, nachdem Oldenburg durch geschickte Strategie von den Überfällen feindlicher Truppen verschont geblieben war, schlug ein Blitz in die Stadtbebauung ein und das folgende Feuer brannte sie vollständig nieder. Erst Herzog Peter Friedrich Ludwig ließ Oldenburg wieder aufbauen - und verlieh dem Zentrum des Ortes damit das heute vorherrschende Aussehen. 1793 erfolgte die Einweihung der hiesigen Universität, die heute als eine der renommiertesten Hochschulen des nördlichen Deutschland gilt. Für die hier errungenen Verdienste um die Forschung darf Oldenburg sich seit 2009 mit dem Titel "Stadt der Wissenschaft" schmücken.

Oldenburger Highlights

Doch nicht nur die an der "Carl von Ossietzky"-Universität Studierenden wissen den besonderen Reiz Oldenburgs zu schätzen. Mehrere tausend belegte Hotel-Zimmer pro Jahr belegen, dass die Stadt auch für Touristen ein beliebter Anziehungspunkt ist. Neben ihrer attraktiven Architektur und ihrer Fußgänger-freundlich gestalteten Innenstadt überzeugt sie vor allem durch ausgedehnte Grünflächen. So lädt der zentrumsnah gelegene Schlosspark zu einem ausgedehnten Spaziergang unter seltenen, alten Bäumen ein, den Interessierte mit einem Besuch des integrierten Tropenhauses oder des gleichfalls dort befindlichen Rosengartens abrunden können. Die Anlage ist zugleich Austragungsort des jährlich stattfindenden "Oldenburger Kultursommers", bei dem sich Musik-Veranstaltungen der Genres Jazz, Swing, Rock, Funk, Akustik und Ska in bunter Reihenfolge abwechseln. Weitere regelmäßige Events der Stadt sind die Internationalen Keramiktage und das Internationale Filmfest von Oldenburg.

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