Nürnberg

Die Pegnitz mit der Nürnberger Altstadt © SeanPavonePhoto / Fotolia.com

Nürnberg - die heimliche Hauptstadt Bayerns

Kein Name taucht in Nürnberg so häufig auf wie "Sigena". Nach dieser Person sind eine Straße, ein Gymnasium, ein Fußball-Club und ein Verlag benannt. Wer erfahren möchte, wer diese Frau war, muss tief in die Geschichte der Stadt eintauchen:

Ein Akt der Menschlichkeit

Seine erste schriftliche Erwähnung findet Nürnberg in Zusammenhang mit der Freilassung einer Leibeigenen: In einer auf den 16. Juli 1050 datierten Urkunde wird durch Kaiser Heinrich III. bestätigt, dass Sigena zu "Norenberc" die Freiheit geschenkt wird. Der Ausstellungstag dieses kostbaren Dokuments gilt zugleich als Gründungstag der Stadt, so dass das heutige Nürnberg auf ein fast 1.000-jähriges Bestehen zurückblickt.

Große Namen und kleine Dinge

In dieser Zeitspanne ist viel geschehen. Neben der untrennbar mit Nürnberg verknüpften Sigena waren hier die Künstler Albrecht Dürer und Veit Stoß, der Humanist Willibald Pirckheimer und der Wissenschaftler Johannes Regiomontanus zu Hause. Erfindungen wie der Globus und die Taschenuhr sowie die Rezepte für Lebkuchen und Würstchen stammen ebenfalls aus Nürnberg.

Für und wider den Krieg

Doch die Stadt hat auch dunkle Zeiten erlebt. Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurde sie zum Hauptaustragungsort der Reichsparteitage, während derer das Terror-Regime seine menschenverachtenden Rassen- bzw. Ariergesetze erlassen hat. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges fand im hiesigen Justizpalast ein Teil der so genannten Nürnberger Prozesse statt.

Zur Mahnung und Erinnerung

Ein architektonischer Zeuge dieser Epoche ist die Kongresshalle auf dem Areal des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Sie dient heute in erster Linie als Lagerhalle, in der die Verkaufsstände für den weltberühmten Christkindlesmarkt aufbewahrt werden. Im gleichen Gebäude befindet sich das "Dokumentationszentrum" - eines der vielen Museen, welches sich der Erinnerung an die Geschichte Nürnbergs verschrieben hat.

Sonstige Museen der Stadt

Kunstinteressierte werden in der Kunsthalle Nürnberg und dem Albrecht-Dürer-Haus bedient. Während sie in der einen Einrichtung zeitgenössische Objekte bewundern können, wird in der anderen das Wohn- und Arbeitsumfeld des berühmten Malers präsentiert. Doch auch für das Spielzeug-, das Verkehrs- oder das Stadtmuseum können Gäste der Stadt in Nürnberg Tickets kaufen.

Kultur-Events und die Zeit dazwischen

Bei längeren Aufenthalten wie dem Besuch des Deutsch-Türkischen Filmfestivals, der Blauen Nacht oder dem Jazzfestival "Stimmenfang" empfiehlt es sich, Hotels buchen zu lassen. Um die Zeit zwischen den einzelnen Aufführungen für ein Sight-Seeing nutzen zu können, sollten Gäste eine Unterkunft in City-Nähe bevorzugen. Im Zentrum der Stadt befinden sich die Startpunkte der fachkundig geführten Touren "Rad(t) zur Kultur", auf denen Wissenswertes zu verschiedenen Themen rund um Nürnberg vermittelt wird.

Typische Nürnberger Speisen

Meist ergibt sich in diesem Zusammenhang der Aufenthalt in einem der zahlreichen Nürnberger Restaurants, die lokale Spezialitäten anbieten. Hier können sich Touristen und Einheimische an "Schäufele", "Sauren Zipfeln" "Schwemmkniedla mit Peterlassooß" (Schwemmklößchen mit Petersiliensauce) oder einem typisch fränkischen Bier laben. Süßes gibt's in Form von Schmelzeplootz - einer Art Quarkkuchen, der mit verschiedenen Beerenfrüchten oder "Hutzelschmiere" (Pflaumenmus) verfeinert wird.

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