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Von der Residenz- zur Universitätsstadt: Museen in Oldenburg

Überregional und bundesweit ist die 163000-Einwohnerstadt im westlichen Niedersachsen in der Nähe von Bremen vor allem für Ihr fettes und deftiges Nationalgericht Grünkohl mit „Pinkel“ (Grützwurst), Kochwurst oder Kasseler bekannt. Historisch betrachtet war Oldenburg vom frühen 12. bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Hauptstadt eines eigenen Staates. Bis heute fühlen sich speziell viele ältere Einwohner noch immer in erster Linie als Oldenburger und weniger als Niedersachsen. Seit 1973 ist die örtliche Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit aktuell gut 15.000 Studenten an sechs Fakultäten ein wichtiger lokaler Wirtschaftsfaktor. Ökonomisch sind darüber hinaus die Automobil- und Nahrungsmittelindustrie sowie Informationstechnologie bedeutsam. Der Oldenburger Hafen am Hunterkanal ist ein häufig genutzter Wasserweg für die Binnenschifffahrt. Gut besuchte regelmäßige Veranstaltungen sind der Nikolaimarkt zu Pfingsten und der Kultursommer im Juli/August, ganzjährig besuchen kann man die sehenswerten Museen der Stadt.

Niedersächsisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte: Drei Mal Kunst

Zu dem 1921 gegründeten Landesmuseum zählen heute drei benachbarte Standorte. Im ehemaligen Residenzschloss aus dem 16. Jahrhundert können auf 400 m² Fläche ca. 800 kulturgeschichtliche Exponate wie zum Beispiel Elfenbeinschnitzereien aus den einstigen Großherzoglichen Sammlungen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert besichtigt werden. Das Augusteum an der Elisabethstraße zeigt vorrangig Werke der europäischen Malerei des 15. bis 18. Jahrhunderts, beeindruckend ist auch die Wand- und Deckenmalerei im Treppenhaus. Das Prinzenpalais am Damm beherbergt wiederum die Galerie Neue Meister mit Werken des deutschen Impressionismus, der Künstlerkolonie Worpswede und der Künstlervereinigung „Die Brücke“. Insgesamt umfasst das Landesmuseum mehr als 30.000 Gemälde, Grafiken und kunstgewerbliche Objekte.

Landesmuseum für Natur und Mensch: Das Moor hat die Geschichte konserviert

Bereits 1836 im Oldenburger Schloss eröffnet, residiert das überregional bedeutende Sammlungsmuseum mit den Schwerpunkten Geologie und Moorarchäologie seit 1880 am Damm. In der Abteilung Naturkunde können die beiden interdisziplinär konzipierten Dauerausstellungen „Moor und Geest“ sowie „Küste und Marsch“ besichtigt werden. Sehenswert ist auch das Aquarium mit Fauna und Flora aus dem Lebensraum des Flusses Hunte. Im alten Kellergewölbe sind zahlreiche wertvolle Edelsteine sowie seltene Minerale zu sehen. Kulturhistorisch besonders beeindruckend sind die im Moor der Region gut archivierten Überreste der ersten nordeuropäischen Fahrzeuge aus der Jungsteinzeit.

Das Stadtmuseum Oldenburg: Ein großer Garten für Lokalhistorie und die Kunst

Seit der Eröffnung im Jahr 1915 zeigt das Stadtmuseum Oldenburg im Zentrum der Stadt neben der umfangreichen Sammlung des in Oldenburg gebürtigen Kunstsammlers Theodor Francksen (1875–1914) mit etwa 7.000 Exponaten auch den umfangreichen Nachlass des Oldenburger Künstlers Bernhard Winter (1871–1964). Ebenfalls dauerhaft ausgestellt sind Druckgrafiken des 16. bis 19. Jahrhundert, antike Vasen und japanische Farbholzschnitte, die einzelnen Räumlichkeiten des Hauses wie die Graf-Anton-Günther-Halle, das Trinkzimmer sowie der rote, grüne und blaue Salon sind jeweils unterschiedlich thematisch konzipiert. Besonders beliebt bei den Besuchern speziell im Sommer ist der 800 m² große Museumsgarten mit zahlreichen Skulpturen, Plastiken und historischen Objekten aus der Oldenburger Stadtgeschichte.

Horst-Janssen-Museum: Angemessene Würdigung eines berühmten Multitalents

Das nach dem gleichnamigen norddeutschen Künstler (1929-1995) benannte Museum liegt in direkter Nachbarschaft des Stadtmuseums und ist mit diesem organisatorisch eng verbunden. Seit der Eröffnung im Jahr 2000 werden dort in zwei Sälen auf rund 600 m² Fläche zahlreiche Originalwerke sowie private Gegenstände aus dem Arbeitszimmer des vielseitig begabten Künstlers gezeigt. Infoterminals und Projektionen sowie Filme und Texttafeln erläutern den Besuchern das bewegte Leben und reichhaltige Schaffen Janssens. In der Bibliothek werden 25.000 Kunstbände aufbewahrt, im 500 m² großen Hauptsaal im Erdgeschoss finden pro Jahr zusätzlich drei bis vier Wechselausstellungen statt zu dessen Werken sowie wichtigsten künstlerischen Einflüssen statt.

Oldenburger Computer-Museum: Amiga, Atari, Commodore und Co.

Das Oldenburger Computer-Museum (OCM) am Bahnhofsplatz wurde 2008 gegründet und widemt sich seither der Bewahrung und Darstellung der Heimcomputer-Geschichte. Ausgestellt sind ausschließlich voll funktionsfähige und nutzbare Computer, Telespiele und Spielautomaten aus den 1970er bis 1990er Jahren. Bei der ausdrücklich erwünschten Nutzung der Geräte können Besucher gut den Vergleich zur heutigen Computertechnik und deren Aspekten wie Grafik, Ton, Geschwindigkeit, Platzbedarf und Speicherkapazität ziehen. Neben der Dauerausstellung auf 620 m² Fläche verfügt das Haus auch über eine 100 m² große Arcade-Halle mit klassischen Flippern und Spielautomaten, die immer am zweiten Samstag im Monat für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Pulverturm am Schlosswall: Früher wurde hier geschossen, heute Kunst genossen

Im Jahr 1529 als Geschützturm erbaut und im 18. und 19. Jahrhundert als Pulvermagazin genutzt, ist das letzte erhalten gebliebene und seit 1966 unter Denkmalschutz stehende Bauwerk der einstigen mittelalterlichen Oldenburger Stadtbefestigung seit 1996 ein ungewöhnlicher Ausstellungsort für die Ausstellungsreihe „Keramik im Pulverturm“. Das Nutzungskonzept ist ein Teil der Nachwuchskünstlerförderung der Stadt Oldenburg für Meisterschüler und Absolventen der deutschen Hochschulen für Keramik und Design. Die Werke der Künstler werden jeweils in den Sommermonaten gezeigt und von der Abteilung Bildende Kunst des Stadtmuseums Oldenburg kuratiert.

Artothek Oldenburg: Kunst zum Mitnehmen für alle und jeden

Ebenfalls der Förderung der regionalen Kunstszene verschrieben hat sich die im Jahr 1982 gegründete Kunstausleihe in der Peterstraße. Originalkunstwerke, insbesondere regionaler Künstler, können hier von allen Oldenburger Bürgern ausgeliehen und somit individuell zu Hause oder auch im jeweiligen Arbeitsumfeld erfahren werden. Das Angebot richtet sich zusätzlich an Schulen und Kindergärten der Stadt, für die speziell altersgemäß gestaltete museumspädagogische Erlebnisse existieren. Der Sammlungsbestand umfasst 2.000 Werke von über 600 Künstlern fast aller Stile und Techniken und ist damit die größte Kunstausleihe im Bundesland Niedersachsen. Die Fotografien, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, Siebdrucke, Ölbilder, Skulpturen und Kunstfilme werden auch im Rahmen von Führungen und Kunstgesprächen ausführlich erläutert.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst: Wo Kunst und Kommunikation erklärt werden

Seit dem Jahr 2000 wird in dem nach seiner ortsansässigen Gründerin und Stifterin benannten Haus in der Katharinenstraße in wechselnden Ausstellungen innovative und experimentelle internationale Gegenwartskunst gezeigt. Der konzeptionelle Schwerpunkt ist die Rolle der Medien und Kommunikation in der zeitgenössischen Kunstpraxis. Mit Präsentationen, Künstlergesprächen und Workshops soll der öffentliche Diskurs über aktuelle Kunst und deren Verhältnis zur gesellschaftlichen Realität gefördert werden. Die Einrichtung bietet mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Niedersachsen seit 2001 auch ein Stipendienprogramm für lokale und regionale Kunstschaffende an. Das Museum verfolgt darüber hinaus einen dezidiert pädagogischen Ansatz, in dessen Rahmen zum Beispiel Trickfilmworkshops für Kindertagesstätten und Schulen angeboten werden.

Museum Alte Ziegelei Westerholt: Dank Eigeninitiative wurde ein Denkmal gerettet

In der unmittelbaren Umgebung der Stadt Oldenburg, im Ortsteil Westerholt der Gemeinde Wardenburg im Landkreis Oldenburg, lädt seit 1995 das Museum in der alten Ziegelei an regionaler Industriegeschichte interessierte Besucher ein. Von 1846 bis 1966 wurden hier im großen Stil Ziegel gefertigt. Nachdem die Anlage bis 1990 brach lag und verfiel sowie drohte abgerissen zu werden, gründeten engagierte Bürger einen Trägerverein für das Museum und sanierten die Gebäude mit viel Eigenleistung. Heute können dort ein neu aufgebauter Feldbrandmeiler, ein Ringofen sowie eine Lokomobile und diverse historische Maschinen besichtigt werden. 2005 wurde das Ziegeleimuseum mit dem Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet. 2008 wurde die Feuerstelle am Maschinenhaus eingeweiht und der ehemalige Trockenschuppen zur Veranstaltungshalle umfunktioniert.

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