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Moderne Kunst trifft Industriegeschichte: Die Museen in Leverkusen

Leverkusen, die noch junge Stadt in direkter Umgebung zu Köln, ist vor allem durch die Bayer AG, Fußball und Leichtathletik bekannt geworden. Mit einem Augenzwinkern und einem Schuss lokaler Rivalität bezeichnen die Kölner Leverkusen gerne als ihren „Parkplatz“. Die Lage am Fuße des Bergischen Landes und in der Kölner Bucht, umgeben von den Flüssen Rhein, Wupper und Dhünn, birgt einige reizvolle Naturlandschaften, aber auch zahlreiche Museen. Sie befinden sich teilweise in Industriedenkmälern und machen die wechselvolle Kultur- und Heimatgeschichte der Region vielseitig erlebbar.

Am bekanntesten ist wohl das Museum Schloss Morsbroich mit seiner Sammlung von Zeitgenössischer Kunst. Das Schloss im Stadtteil Alkenrath war früher eine Kommende, also ein repräsentativer Rittersitz des Deutschen Ordens. Das Gebäude an sich hat schon eine reichhaltige Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Schloss Morsbroich ist umgeben von einem Garten, der teilweise im Stil Englischer Landschaftsgärten und als Skulpturenpark angelegt ist. Der Park ist frei zugänglich und von dort aus erschließen sich dem Besucher schon einige schöne Perspektiven auf den Schlossbau. Ein Hauch von „Versailles“ lässt grüßen.

Im Innern hält das städtische Museum eine beachtenswerte Sammlung moderner Kunst parat. Es wurde 1951 eröffnet und war seinerzeit in der noch jungen BRD das erste Museum für moderne Kunst überhaupt. Seitdem hat sich Schloss Morsbroich zu einem Kunstort entwickelt, der weit über Leverkusen hinaus bekannt ist. Berühmte zeitgenössische, deutsche und internationale Künstler sind hier vertreten – wie Gerhard Richter, Wolf Vostell, Georg Baselitz, Yves Klein, Victor Vasarely und viele mehr. Weit gefächert sind auch die Stilrichtungen. Neuer Realismus, abstrakte und kinetische Kunst bis hin zu Werken der Op-Art sind hier zu sehen. Insgesamt verfügt die Sammlung über 400 Gemälde, Fotoarbeiten und Skulpturen, 5000 Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Arbeiten werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen präsentiert.

Das Museum Schloss Morsbroich ist sehr gut mit dem Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es gibt diverse Führungsangebote und spezielle Programmen für Kindergärten und Schulen.

In der Nähe von Alkenrath, im Ortsteil Schlebusch, befindet sich ein weiteres Kleinod der Museenlandschaft in Leverkusen: das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Es gehört als Standort mit zur Europäischen Route der Industriekultur und wird als spannende Location für wechselnde Kunstaustellungen und Konzerte verschiedener Stilrichtungen genutzt.

Bis zu seiner Schließung 1987 wurden in dem ältesten Leverkusener Industriebetrieb 150 Jahre lang Sensen und Sicheln geschmiedet. Die Dauerausstellung und regelmäßige Schmiedevorführungen zeigen die Maschinen und Herstellungsschritte bei der Anfertigung von Sensen. Das Angebot führt an Originalschauplätzen in eine industrielle Vergangenheit, die dort letztlich bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht.

Das Museum liegt gut erschlossen und trotzdem malerisch im Grünen gleich an der Dhünn und besteht aus einer ganzen Gruppe von denkmalgeschützten Gebäuden. Dazu gehören die Fabrikgebäude, aber auch die Wohnhäuser für Arbeiter, sowie Fabrikantenvillen. Besucher bekommen im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer also nicht nur Einblicke in die Arbeitswelt der Schmiede, sondern auch in deren Wohn- und Lebensverhältnisse.

Einen anderen Industriezweig repräsentiert das „Kolonie-Museum“ in Leverkusen-Wiesdorf. Die Stadtgeschichte ist eng verbunden mit dem Aufbau und dem Aufstieg der Bayer Farbenfabriken am Ende des 19. Jahrhunderts. Damals musste schnell Wohnraum für die vielen Arbeiter und Angestellten erschlossen werden. Dafür wurden die so genannten „Kolonien“ gebaut. Die denkmalgeschützten Wohnsiedlungen haben ihren Reiz bis heute nicht verloren. Ein Paradebeispiel mit der originalen Einrichtung aus den 1920er bis 1930er Jahren befindet sich in der Nobelstraße 78. Vom Keller bis zum Dachboden hat ein privater Verein das Haus ein- und hergerichtet, um den Besuchern die Zeit und die Lebenswelt von damals nahe zu bringen. Aber nicht nur die alten Möbel sind einen Abstecher wert. Regelmäßig veranstaltet der Freundes- und Förderkreis des Kolonie-Museums Leverkusen wechselnde Ausstellungen zur Leverkusener Stadtgeschichte oder nutzt den historischen Rahmen für Kunstausstellungen.

Eine weitere Adresse für die Heimatgeschichte der Stadt und der Region ist die „Villa Römer“ in Leverkusen-Opladen. In dem Herrenhaus, das auch als „Haus der Stadtgeschichte“ bekannt ist, befindet sich der Sitz von vier Geschichtsvereinen. Die herrschaftliche Fabrikanten-Villa ähnelt einer trutzigen Wohnburg und wurde im Jahr 1905 an einem Steilufer der Wupper gebaut. Der Hausherr Max Römer, ein wohlhabender Fabrikant mit Großfärbereien, hatte das Anwesen am Opladener Frankenberg erworben. Dazu gehörte ein Landschaftsgarten im englischen Stil. Ein Gebäude stand dort ebenfalls schon. Römer ließ es abreißen und stattdessen seine Villa erbauen. Neben der Villa ist heute auch noch das Kutscherhaus erhalten.

Heute wird die "Villa Römer", auch als Haus Frankenberg bekannt, vielfältig als Dokumentations- und Veranstaltungszentrum genutzt. Neben wechselnden Ausstellungen der einzelnen, ansässigen Geschichtsvereine gibt es die informative Dauerausstellung „ZeitRäume Leverkusen“. Sie erstreckt sich über sechs thematisch gegliederte und historische sortierte Abteilungen, im Sinne des Wortes tatsächliche „Zeit-Räume“. Hierbei geht es zum Beispiel um die Aufarbeitung der Stadtgeschichte anhand archäologischer Ausgrabungen, um das Leben und Arbeiten im 17. Und 18. Jahrhundert, um die Franzosenzeit im Rheinland und vor allem um die Ansiedlung der Bayer Farbenfabriken und deren erfolgreiche Entwicklung bis heute. Interessant und teilweise bedrückend sind auch die Räume, in denen es um bekannte Persönlichkeiten der Stadt geht, aber auch um Menschen und Schicksale während der NS-Zeit. Ein Highlight ist sicherlich der Leverkusener Stadtfilm, der sich den großen städtebaulichen Veränderungen in den 1950er und 1960er Jahren widmet und die der Stadt ihr heutiges Gesicht gegeben haben.

Das "NaturGut Ophoven", ebenfalls in Opladen, unterscheidet sich ein wenig von den anderen Museen in Leverkusen. Hier geht es um Experimente und Erfahrungen mit allen Sinnen. Das "NaturGut Ophoven" ist nämlich ein umfangreiches Informations- und Umweltbildungszentrum mit zahlreichen spannenden Veranstaltungen, Exponaten und Experimentierfeldern zum Thema Natur, Energie und Nachhaltigkeit. Der Gutshof selbst ist eine alte, sanierte Wasserburg und beherbergt eigens ein Museum für Kinder und Jugendliche, die so genannte „EnergieStadt“. In dieser erdachten Kinder-Metropole geht es vor allem um verständliche Zusammenhänge zwischen Energie, Natur- und Umweltschutz. Experimente sorgen für überraschende „Aha“-Effekte bei den Kleinen. Große Themen sind dabei der Klimawandel, Stromsparen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen vor allem in der Stadt. Welche Rolle spielen Sonne und Meer fürs Klima, wie kommt der Strom aus der Steckdose – all das sind Fragestellungen, die sich nicht nur Kinder stellen. Auch für Erwachsene ist das NaturGut Ophoven mit seiner „Energiestadt“ auf jeden Fall eine Bereicherung.

Und wie es sich für ein Naturzentrum gehört, steht das Gut auf einem Gelände von sechs Hektar inmitten von Wäldern und Wiesen. Ein angrenzender Naturerlebnispfad, Tümpel und Teiche machen das ganze Areal zur einer Spiel- und Entdeckungsfläche für die ganze Familie.

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