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Hamburg - Museum, Stadt und Museumsstadt

„Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“ (Ethische Richtlinien für Museen von ICOM, 2010)

Gemäß dieser recht sperrigen Definition könnte man auf die Idee kommen, die Stadt Hamburg in Gänze als ein Museum zu beschreiben. Doch auch wenn sie über viele schöne "Ausstellungsstücke" wie die Elbphilharmonie verfügt, besticht sie doch kulturell vor allem durch ihre vielfältige Museumslandschaft.

In Hamburg finden sich Museen aus den Bereichen Wirtschaft, Technik, Kunst, Gewerbe, Wissenschaft, Regionales und Geschichte. Zudem gibt es noch museumsartige Einrichtungen, die wie z.B. der Hamburg Dungeon Show-Elemente mit geschichtlicher Ausstellung kombinieren. Darüber hinaus zählen Gedenkstätten und kulturelle Stadtteileinrichtungen ebenfalls zur Gattung der Museen der Stadt.

Heutzutage gilt Hamburg auch dank dieser Vielfalt an Museen als eine der kulturreichsten Städte in Deutschland. Neben diesen Einrichtungen zieht die Stadt ihre Touristen schließlich auch durch verschiedene Theater-, Kino- oder Musikeinrichtungen an. Jedoch konnte diese Kulturlandschaft nur gedeihen, weil sich die Bürger stets selbst für ihre Errichtung und Erhaltung eingesetzt haben. Planmäßige städtische Kulturförderung gibt es in der Hansestadt nämlich erst seit den 1930er Jahren.

Wahrscheinlich ist es auch gerade diesem Bürgereinsatz zu verdanken, dass die Museenlandschaft in Hamburg derart divers ist und die Museen sich vor allem nach den Interessen ihrer Besucher richten.

Die bekanntesten Museen Hamburgs befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums, sodass Touristen durch eine Art "Museums-Hopping" auch Besuche in mehreren Museen an einem Tag schaffen können.

Museum für Kunst und Gewerbe

Eins der bekanntesten Hamburger Museen wurde allerdings schon früh während der Gründungsphase im späten 19. Jahrhundert mit Finanzmitteln aus dem Hamburger Senat unterstützt - das Museum für Kunst und Gewerbe.

Zentral in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und zum Stadtzentrum gelegen zieht es jährlich mehr als 240.000 Besucher an.

Seine ständige Sammlung zählt mehr als eine halbe Million Ausstellungsstücke und gliedert sich in 14 verschiedene Bereiche. Diese Bereiche umfassen folgende Themen: Antike, Mittelalter bis Renaissance, Barock bis Klassizismus, Design, Fotografie und neue Medien, Moderne, Plakat, Grafik, Jugendstil, Keramik, Mode, Ostasien, Islamische Kunst und Musikinstrumente.

Daneben ziehen diverse Sonderausstellungen immer wieder großes Interesse auf sich, die sich auf einer dedizierten Fläche im ersten Stock befinden.

Ein Highlight abseits der regulären Exponate ist die ehemalige Kantine des Magazins Der Spiegel, der die Einrichtung nach seinem Umzug in die Hafencity dem Museums für Kunst und Gewerbe überließ. Seit 2012 können Besucher das orangefarbene Ensemble aus den späten 1960er Jahren anschauen.

Die Vielseitigkeit, die vor allem aus diesen Sonderausstellungen resultiert, und die ständigen Sammlungen lassen Besucher die Bezüge zwischen verschiedenen Epochen und Kulturen sowie zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart erleben. Daher verwundert es auch nicht, dass sich das Museum selbst der neuesten Epoche zuwendet und sich jüngst einer Digitalstrategie verschrieben hat, die das Erleben von Kunst in Verbindung mit digitalen Medien sicherstellen soll.

Deichtorhallen

Freunde der zeitgenössischen Kunst und Fotografie werden in den Deichtorhallen fündig. Das Museum besteht aus zwei Hauptgebäuden, die zwischen Hauptbahnhof und Hafencity gelegen sind: Halle für aktuelle Kunst und Haus der Photographie.

Zudem gibt es seit 2011 eine Dependance in Hamburg-Harburg, in der die Sammlung Falckenberg ca. 2000 Exponate aus der modernen Kunst zeigt. Arbeiten avantgardistischer Künstler wie Martin Kippenberger oder Peter Saul stehen dabei im Mittelpunkt.

In der Halle für aktuelle Kunst können Besucher Arbeiten von weltberühmten Malern, Architekten, Designern oder Bildhauern bestaunen. Klangvolle Namen umfassen dabei Künstler wie Andy Warhol oder Alice Neel.

Das Haus der Photographie fokussiert sich auf wechselnde Ausstellungen aus dem Bereich der Fotografie. Dies schließt auch digitale Arbeiten und Arbeiten aus der Werbeindustrie mit ein. Darüber hinaus spielt Modefotografie eine große Rolle, da die in den Deichtorhallen angesiedelte Sammlung F. C. Gundlach hauptsächlich diesen Teilbereich behandelt. Eine weitere Sammlung ist das Bildarchiv des Magazins Der Spiegel, das in direkter Nachbarschaft zu den Hallen ihr Bürogebäude unterhält.

Die Deichtorhallen sind nicht nur wegen ihrer Sammlungen und Ausstellungen sehr beliebt, sondern auch aufgrund ihrer Architektur. Die lichtdurchflutende Bauweise rückt die Exponate stets in den richtigen Fokus.

Ein weiteres Highlight der Deichtorhallen ist das gastronomische Angebot - das Restaurant Fillet of Soul wird bei Gästen und Kritikern gleichermaßen für seine feinen Speisen und die Atmosphäre geschätzt.

Miniatur Wunderland

Hamburgs größtes Museum - gemessen an den Besucherzahlen - ist in der historischen Speicherstadt angesiedelt. Mehr als eine Million Besucher zieht das Miniatur Wunderland pro Jahr an. Die größte Modellbahnanlage der Welt wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt heute über 300 Mitarbeiter.

9 Streckenabschnitte sind bislang fertiggestellt: Harz, Knuffingen, Alpen / Österreich, Hamburg, Amerika, Skandinavien, Schweiz, Knuffingen Airport, Italien. Letzterer Abschnitt wurde im September 2016 eröffnet, bildet aber noch lange nicht das Ende der Teilstücke. Weitere Etappen sind bis zum Jahr 2028 bereits geplant.

Die Regionen sind dabei gar nicht so klein wie man es bei dem Namen des Museums erwarten könnte - sie umfassen zwischen 60 und 300 Quadratmetern - ihre Objekte sind allerdings natürlich im Miniaturmaßstab gehalten.

In einem 15-minütigen Turnus wechseln sich Tag, Dämmerung und Nacht in den einzelnen Abschnitten ab.

Ein Mal pro Monat können Besucher ihre Zeit im Miniatur Wunderland kulinarisch umrahmen lassen. Bei der kulinarischen Weltreise werden landestypische Speisen und Getränke zu den einzelnen Regionen gereicht. Zum Beispiel kann man zum Abschnitt Amerika Mini-Burger und zum Abschnitt Hamburg Labskaus probieren - wenn man es denn mag.

Da sich die Liebe zu den vielen Details bei den Miniaturobjekten naturgemäß nicht aus der Ferne erkennen lässt, begrenzt das Museum die Anzahl an Besuchern, die zeitgleich in die Hallen dürfen. Dadurch kann es allerdings aufgrund des hohen Besucherinteresses zu längeren Wartezeiten kommen. Deshalb stellt das Miniatur Wunderland auf seiner Homepage eine Art Wartezeitenkalkulator zur Verfügung.

Immer wieder nimmt das Museum auch künstlerisch Stellung zu aktuellen Themen und bezieht dabei seine Miniaturobjekte mit ein, z.B. wenn es um ein Zeichen gegen die Gewalt an Frauen oder um das jüngste Ausscheiden der Air Berlin Fluggesellschaft geht.

Diese und viele weitere Museen warten in Hamburg darauf, von neuen Besuchern entdeckt zu werden. Viel Spaß!

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