Mönchengladbach

Panoramablick auf Schloß Rheydt Mönchengladbach © tinanachtigall / Fotolia.com

Borussia kennt jeder oder Warum Mönchengladbach überrascht

Lebenswert! Eine reizvolle Symbiose von städtischem Flair und ländlichem Charme prägt den Charakter von Mönchengladbach. Knapp 270.000 Menschen leben in der grünen Rheinländerin am Fuß des Abteibergs, durchzogen von Wäldern und Parks. Doch die Stadt zwischen Rhein und Maas kann mehr: Bedeutende Baudenkmäler, Museen von Weltrang, eine quirlige Kleinkunstszene. Und im Karneval läuft Mönchengladbachs Rheinländische Herzlichkeit zur Hochform auf.

Geschichte: Stadt der zwei Hauptbahnhöfe

Mönchengladbach, 25 km westlich von Düsseldorf, gehört zur Metropolregion Rhein-Ruhr und wurde 1975 mit Rheydt vereinigt. Der Grund, warum die Stadt im Niederrheinischen Tiefland sich die Kuriosität zweier Hauptbahnhöfe leistet. Auch sonst ist Mönchengladbach stolz auf seine Wurzeln. Archäologische Funde am Fluss Niers belegen: Bereits Neandertaler hatten die Gegend für sich entdeckt, und Hügelgräber im Hardter Wald bezeugen Siedlungsaktivitäten in Jungsteinzeit und Bronzezeit. Unter den Römern war Vicus Mülfort Straßendorf der Provinz Germania inferior - bis es die Franken dem Erdboden gleich machten.

974 schließlich sah den Bau des imposanten Gladbacher Münsters. Bald zogen das durch Gero, Erzbischof von Köln, gegründete Kloster und der Markt Handwerker und Kaufleute an. 1366 wurde das Stadtrecht erteilt; Zeitzeugen sind Stadtmauerreste am Geroweiher, der Dicke Turm sowie ein Wehrturm am Waldhausener Berg. 1794 brachte das Ende der Abtei mitsamt seiner bedeutenden Klosterbibliothek, denn französische Revolutionstruppen marschierten ein - und brachten ihren Glauben mit. Ab 1815 kam die Stadt zu Preußen, um bald zum verkehrsgünstigen Hauptstandort der rheinischen Textilindustrie aufzusteigen. Mönchengladbachs Status als Eisenbahn-Knotenpunkt erwies sich im Zweiten Weltkrieg leider als fatal: Luftangriffe und 65.000 Brandbomben ließen weniger als ein Drittel der alten Substanz übrig.

Erlebnis Mönchengladbach: Museen, Minto & mehr

Neben Münster und Kloster Neuwerk ist Schloss Rheydt (16. Jahrhundert) einen Besuch wert. Das von Maximilian Pasqualini entworfene Herrenhaus ist heute Museum. Sehenswert auch der 1909 eingeweihte Jugendstil-Wasserturm von Otto Greiß (im Zentrum an der Viersener Straße) mit atemberaubendem Ausblick sowie das architektonisch interessante Pahlkebad, das ebenfalls unter Denkmalsschutz steht. Dazu Parks in Hülle und Fülle - vom Bunten Garten mit Botanischem Garten über Volksgarten und Grünzug entlang der Niers bis zum Rheydter Stadtwald und Schlosspark Wickrath, um nur einige zu nennen. Radfans freut die Euroga-Route und die flache niederrheinische Landschaft - wie gemacht für Freizeittouren, etwa entlang der Niers. Familien sollten Mönchengladbachs Zoo, den "Tiergarten", nicht verpassen. Zeitgenössische Kunst zeigt das international bekannte Museum Abteiberg, während der Wasserturm Rheindahlen über steinzeitliche Fundstätten des Niederrheins informiert. Mehr über die tollen Tage erfahren? Im Karnevalsmuseum im Alten Zeughaus.

Dass Mönchengladbach einlädt, bei Matches ihrer Borussia mitzufiebern, gilt wohl als Binsenweisheit. Aber gewusst, dass es auch ihr Bogensport schon ins Finale seiner 1. Bundesliga schaffte? Oder dass Mönchengladbach eine bekannte Trabrennbahn hat? Wer lieber shoppt, statt auf Traber zu wetten, wird durch die Nähe zu den Niederlanden zu Rad- und Einkauftouren ins Nachbarland verlockt. Das 2015 eröffnete Center Minto soll das ändern. Dank extravaganter Architektur unverwechselbar, erwartet der Riese potenzielle Shopaholics auf 26.000 Quadratmetern und in 110 Geschäften - auf vier Handelsebenen.

Kultur: Veilchendienstag, Weltmusik und ein Rotes Krokodil

Und abends in die Oper: Kulturhungrige kommen bei den Vereinigten Städtischen Bühnen von Krefeld und Mönchengladbach auch bei Operette, Musical und Schauspiel auf ihre Kosten, musikalisch untermalt durch die Niederrheinischen Sinfoniker. Im Sommer finden Chor- und Orchesterkonzerte in der Konzertmuschel statt. Überregional beliebtes Kabarett ist in der "Spindel", originelle Kleinkunst im "Roten Krokodil" im Ortsteil Wickrath zu sehen - rechtzeitig Tickets kaufen!

Hockeypark? Klingt nach Sport - schließlich war der Gladbacher HTC 2002 deutscher Meister - ist aber auch Konzert-Gastgeber international renommierter Künstler. Darüber hinaus lässt sich die Stadt, in Kooperation mit Veranstaltern und Kultursponsoren, die Förderung der Populärmusik etwas kosten: Das Ergebnis der MusicCommunity lässt sich bei Musikfestivals hören, die die lange Umsonst- und Draußen-Tradition dieser Region wieder aufnehmen. Die Stadt, die niemand Geringeres als die Band Wallenstein und den Rapper Eko Fresh hervorbrachte, überzeugt nicht nur beim Veilchendienstagszug, sondern auch im Sommer mit Feierlaune: Vom Fest am See in Wickrath über das Fünf-Kontinente-Weltmusikfestival bis zum Eine-Stadt-Fest. Im September jazzt Mönchengladbach seine Straßen - oder verleiht die Goldene Blume bei der Rheydter Blumenwoche.

Nacht über Borussia: Restaurants, Hotels & Nightlife

Mönchengladbach bei Nacht? Auf in die Altstadt mit Bahn oder Nachtbus. Rund um die Waldhausener Straße liegen Clubs wie das Rossi mit Partyclassics. Rock-, HipHop-, Dubstep und mehr gibt es im Projekt 42, die "Nacht" ist ein winziger, aber angesagter House-Club. Fürs Nightlife stärken? Im Steakhouse La Pampa wartet ein uriges südamerikanisches Ambiente, mit gratis Vorspeise aus Dips und Zwiebelbaguette. Farbenfroh, knackig und gesund, verspricht das Eat Mangoo, asiatische Küche zu einem Fest für alle Sinne zu machen - und serviert pikante Currys, Gemüse aus dem Wok sowie frisches Sushi. Genau das Richtige für einen Business-Lunch - aber auch fürs Dinner zu zweit.

Hotels buchen? Mönchengladbachs Auswahl aus über 40 Häusern kann sich sehen lassen. Landschaftstouren? Das stilvolle Burg Wegberg ist idealer Ausgangspunkt. Vier Sterne, die grün und ruhig am Park im Zentrum funkeln? Der Elisenhof ist seit 1871 in Familienbesitz. Mit geräumig-luxuriösen Zimmern, sieben Konferenz- und fünf Veranstaltungsräumen reiht es sich unter die Top 250 deutscher Konferenzhotels ein. Geschmackvolle 158 Zimmer, Suiten und Studios sowie Pool und Saunalandschaft bietet das Dorint Hotel am Kongresszentrum Kaiser-Friedrich-Halle, nähe Hauptbahnhof. Wer andernorts nächtigt, sollte unbedingt die deftige, regionale Küche im Hotelrestaurant "Wintergarten" probieren: Ob Pilz- und Wildsaison oder weihnachtlicher Gänsebraten, stets entführt der "Wintergarten" seine Gäste auf exquisite Spaziergänge - durch die kulinarische Landschaft am Niederrhein.

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