Die lebendige Barockstadt Ludwigsburg

Die Geschichte der Stadt Ludwigsburg in Kürze

Ludwigsburg ist eine Stadt mit ungefähr 93.000 Einwohnern in der Nähe von Stuttgart in Baden-Württemberg. Sie wurde, im Gegensatz zu den meisten europäischen Städten, die über Jahrhunderte gewachsen sind, Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Reißbrett entworfen. 1704 ließ Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg hier einen einfachen Jagdsitz bauen, der bereits kurze Zeit später zu einem repräsentativen Residenzschloss umgebaut wurde. Es handelt sich dabei heute um das größte, unzerstörte Barockschloss Deutschlands. Die Wohnhäuser der Bürger in Ludwigsburg wurden, gemäß dem Idealbild des Barock, zweigeschossig in geschlossenen Straßenfluchten ohne Zwischenräume geplant und errichtet. Charakteristisch sind die langen, parallel verlaufenden Straßen und die zahlreichen Alleen. Bereits im Jahr 1718 erhielt Ludwigsburg das Stadtrecht.

Sehenswertes in Ludwigsburg

Das Residenzschloss (auch „Schwäbisches Versailles“ genannt) und seine herrliche Parkanlage „Blühendes Barock“ sind die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Das eindrucksvolle Prunkgebäude beherbergt mehrere höchst interessante Museen. Unter anderem befindet sich hier seit 2004 das Keramikmuseum des Landes Württemberg, in welchem kostbares Porzellan, Fayence und Keramik ausgestellt wird. In der sogenannten Barockgalerie sind rund 120 Werke deutscher und italienischer Maler des 17. und 18. Jahrhunderts zu bewundern. Auch ein Theatermuseum ist im Schloss untergebracht. Hier wird dem Besucher beispielsweise die Bühnentechnik des Landestheaters an einem Modell vorgestellt. Im Museum der Mode erfährt man alles über die Entwicklung des Kleidungsstils zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert. Der wunderschöne Park (Blühendes Barock) präsentiert Gartenkunst aus unterschiedlichen Regionen und Epochen. Besonders die üppigen Blumenarrangements und die farbenfrohen Kiesornamente stechen ins Auge. Die verschiedenen Themengärten (Rosen-, Apotheker-, Japan- und sardischer Garten) laden zum Flanieren und Verweilen ein. Wechselnde themenbezogene Pflanzenausstellungen und Blumenschauen lassen die Herzen der Botanik-Freunde höher schlagen. Besonders die Kürbisausstellung im Herbst ist bei Groß und Klein sehr beliebt und ein Besuchermagnet. Der zauberhafte Märchengarten mit 30 Szenen aus belieben Märchen und Sagen sowie die kleine Eisenbahn machen den Park auch für Familien mit Kindern interessant.

Ein Höhepunkt im Kulturprogramm der gesamten Gegend sind die, im Sommer stattfindenden, Ludwigsburger Schlossfestspiele. Mit dem Forum am Schlosspark besitzt die Stadt ein ausgezeichnetes Kultur- und Kongresszentrum. Die verschiedenen hochklassigen Veranstaltungen aus den Kategorien Musik, Tanz, Theater und Literatur erfreuen sich bei Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen großer Beliebtheit.

Auch das Lustschlösschen Favorite, das über eine Allee mit dem Residenzschloss verbunden ist, ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Nach einer kurzweiligen Schlossbesichtigung lädt der 72 Hektar große Landschaftspark, der zum Teil als Tiergarten mit Mufflons, Dam- und Axiswild genutzt wird, zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.

Zum Schloss-Ensemble in der Umgebung gehört auch das Seeschloss Monrepos, welches ebenfalls über Alleen von den beiden anderen, bekannteren Schlössern aus erreichbar ist. Das Gelände war bereits im 16. Jahrhundert ein beliebtes Jagdrevier der Württembergischen Herzöge und so ließ Eberhard Ludwig hier 1714 einen kleinen Pavillon, das Seehäuslein, errichten. Seine Nachfolger erweiterten es im Laufe der Zeit und bauten das gesamte Areal im Stil des Barock um. Der rechteckige See wurde 1755 angelegt und ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bewohner des Großraums Stuttgart.

Ludwigsburg bietet dem Besucher Übernachtungsmöglichkeiten in allen gängigen Hotelkategorien. Vom 4-Sterne-Wellness Hotel über gepflegte Stadthotels hin zu kostengünstigen Pensionen. Von jedem Hotel in Ludwigsburg aus ist der barocke, arkadenumsäumte Markplatz gut erreichbar. Er wird durch die beiden, sich gegenüberstehenden, Kirchen, die katholische Dreifaltigkeitskirche (erbaut zwischen 1721 und 1727) und die evangelische Stadtkirche (1718 bis 1726) begrenzt. Der auffällige, denkmalgeschützte Marktbrunnen wird durch eine Statue des Stadtgründers Herzog Eberhard Ludwig dominiert. Seit 1714 findet an diesem Ort bis heute dreimal wöchentlich ein bunter Wochenmarkt statt. In den Erdgeschossen der Arkadenhäuser sind zahlreiche Restaurants und Cafés untergebracht, so dass für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt ist. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen die Geburtshäuser mehrerer bedeutender Persönlichkeiten. So erblickte hier zum Beispiel Eduard Mörike das Licht der Welt und Friedrich Schiller wohnte in jungen Jahren ganz in der Nähe. Nördlich des Markplatzes liegt der Holzmarkt, der von dem italienischen Baumeister Donato Guiseppe Frisoni gestaltet wurde. Er dient zur Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Residenzschloss und Marktplatz und wurde über eine lange Zeit zum Holzhandel genutzt. In seiner Mitte befindet sich seit 1953 ein Obelisk anstelle eines Brunnens. Jede Seite des Platzes trägt den Namen eines Ludwigsburger Dichters, nämlich Julius Kerner, David Friedrich Strauß, Theodor Friedrich Vischen und Eduard Mörike.

Zur ehemaligen Stadtbefestigung gehören die sechs historischen Torhäuser, die 2004 umfangreich saniert wurden und heute als Museen, Ausstellungsräume und Archive genutzt werden. In einem ist das Ludwigsburger Garnisonsmuseum untergebracht, in dem zahlreiche interessante militärhistorische Exponate zu sehen sind.

Ein weiteres, etwas kurioses Museum der anderen Art, ist das Strafvollzugsmuseum, in welchem der Besucher anschauliche Informationen über das Leben und den Tod von Strafgefangenen im Laufe der Geschichte erhält. Zu den eindrucksvollsten Ausstellungsgegenständen gehören zwei Original-Guillotinen aus Deutschland.

In Ludwigsburg lädt eine großzügige Fußgängerzone mit vielen Geschäften und Boutiquen zum Bummeln und Shoppen ein. Für Regentage empfiehlt sich eines der großen Center wie zum Beispiel der Marstall. Hier findet man Gastronomie- und Einkaufsangebote unter einem Dach.

Ludwigsburg ist heute eine moderne, lebendige Stadt mit zahlreichen sehenswerten Barockdenkmälern, in der man Kultur- und Naturerlebnisse sehr gut miteinander verbinden kann.

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