Leipzig

Gohliser Schlösschen zu Leipzig © thorabeti / Fotolia.com

Mein Leipzig lob' ich mir

Der solcherart gelobte Ort an der Pleiße feiert seit Anfang des Jahres 2015 sein 1.000-jähriges Jubiläum - und das, obgleich ihm erst 1165 das Stadtrecht verliehen wurde. Möglich macht dies die Chronik des Bischofs von Merseburg, welche eine "urbs libzi" - "Burg bei den Linden" - bereits gute 150 Jahre zuvor erwähnt. Doch auf Widersprüche und Gegensätze stößt man in Leipzig ohnehin überall.

Alt trifft Neu

Sie werden schon auf einem kleinen Spaziergang durch das prunkvolle Zentrum deutlich: Hier wechseln historisch bedeutsame Bauwerke und hochmoderne Architektur einander in munterer Reihenfolge ab. Den wohl eindrucksvollsten Beleg dafür, wie gut sich beides vereinen lässt, liefert das Paulinum am Augustusplatz. Es verbindet Elemente der früheren Universitätskirche St. Pauli mit einer futuristisch wirkenden Stahl- und Glaskonstruktion zu einem imposanten Veranstaltungsort der angrenzenden Hochschule. Einen weiteren Beleg für die Harmonie von Gegensätzen liefern das unmittelbar daneben aufragende, 142 m hohe City-Hochhaus und das mehrere Etagen unter die Erde reichende Kulturzentrum "moritzbastei". Während das eine Gebäude einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und das Umland gewährt, bieten die Kellergewölbe des anderen eine interessante Kulisse für abwechslungsreiche Kleinkunst- und Musikprogramme.

Lokale Leckereien

"Abwechslungsreich" ist ein Stichwort, das auch auf Leipzigs zahlreiche Restaurants zutrifft: In den Gaststätten, Cafés und Kneipen der Messestadt wird buchstäblich jeder Geschmack bedient. Neben einer reichen Auswahl nationaler und internationaler Gerichte können Leipzigs Gäste in einzelnen Lokalen auch besondere Spezialitäten genießen. So bieten die Kaffeehäuser rund um den Thomaskirchhof "Bachpfeiffen" an - eine dem berühmten Organisten Johann Sebastian Bach gewidmete Pralinensorte. Weitere nur vor Ort erhältliche Süßspeisen sind "Leipziger Lerchen" und "Leipziger Räbchen". Die jeweils mit Marzipan gefüllten Backwaren spiegelten zur Zeit ihrer Entstehung den Wohlstand der hiesigen Stadtbevölkerung wider. Wer es deftiger mag, probiert "Leipziger Allerlei" - ein Gericht, welches nach den Originalrezepten in diversen Museen unbedingt Morcheln, Semmelklößchen und Flusskrebse enthalten muss.

Nah am Wasser gebaut

Auch wenn Letztere in den Gewässern um Leipzig herum eher rar geworden sind, besticht die Umgebung der Stadt durch ein gut ausgebautes Wasserwege-System. Zahlreiche Flussläufe und Seen sind durch Kanäle und Schleusen miteinander verbunden, so dass ein durchgängiges Befahren möglich ist. Der Weg im Paddel-, Ruder- oder Motorboot führt durch das rund 6.000 Hektar umfassende Landschaftsschutzgebiet "Leipziger Auwald", das als Mitteleuropas größte zusammenhängende Fläche seiner Art gilt.

Stadt der Superlative

Dieser Spitzenwert ist beileibe nicht das einzige Superlativ, welches Leipzig für sich in Anspruch nimmt: Hier befinden sich auch der höchste Rathausturm, das älteste noch bespielte Kino, die am längsten durchgehend lehrende Universität und die erste Bibliothekars-Schule Deutschlands. Darüber hinaus ist Leipzig die weltweit einzige Stadt, die zum Ausgangspunkt einer friedlich verlaufenden Revolution wurde. Ebenso einzigartig ist das alljährliche Wave-Gothik-Treffen, für das Fans aus allen Ländern schon Monate zuvor Hotels buchen.

Feste feiern

Weitere Veranstaltungen mit wahrer Magnetwirkung sind die im Frühjahr stattfindende Buchmesse, das Bachfest, die "Auto Mobil International" sowie die Sport- und Themenmesse "Partner Pferd". Während für alle dieser Events Eintrittskarten nötig sind, können die Leipziger und ihre Gäste das Stadt-, Wasser- und Lichtfest besuchen, ohne dafür Tickets kaufen zu müssen.

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