Herne

Cranger Kirmes in Herne © heam / Fotolia.com

Herne - die Kleine unter den Großen

Mit einer Fläche von nur ca. 51.000 m² ist der nordrhein-westfälische Ort Herne nach Offenbach die zweitkleinste Großstadt Deutschlands. Durch die Eingemeindung umliegender Gebiete konnte sie zumindest die Zahl ihrer Einwohner auf das nötige Maß von über 100.000 erhöhen.

Zentrum des Bergbaus

Lange Zeit galt das 880 erstmals erwähnte Dorf "Hernes" bzw. "Haranni" als ausgesprochene Bergbau-Region. Erst im 19. Jahrhundert gelang der schrittweise Aufstieg zur Industriestadt, welcher mit Inbetriebnahme der Zeche "Shamrock" seinen Höhepunkt erreichte. Rund 12 Monate danach - im Jahr 1857 - erhielt Herne das Stadtrecht. Nur wenig später wurde es zur Insel: Im zweiten Weltkrieg initiierte Brückensprengungen sorgten dafür, dass der Ort zeitweise vollständig von seiner Umgebung isoliert war. Die anrückenden US-Truppen konnten ihn beinahe kampflos übernehmen.

Etablierung bedeutender Veranstaltungen

Trotzdem das Stadtbild durch erhalten gebliebene Fördertürme noch immer maßgeblich von der Vergangenheit als Bergmanns-Dorf geprägt ist, können Bewohner und Touristen der Stadt aus einem vielfältigen kulturellen Angebot schöpfen. Mit den "Tagen Alter Musik" hat Herne seit 1976 sogar eine Veranstaltung von internationalem Rang zu bieten. Das Festival zieht jährlich zahlreiche Instrumentenbauer, Wissenschaftler und Liebhaber von Musik aus den Epochen des Mittelalters, der Renaissance und des Barock an. Nicht ganz so berühmt, aber ebenfalls äußerst publikumswirksam sind die "Wanner Mondnächte", denen Friedel Henschs Lied "Der Mond von Wanne-Eickel" zugrunde liegt. Auch die Kunstmesse in den städtischen Flottmann-Hallen und die Cranger Kirmes locken Jahr für Jahr unzählige Gäste nach Herne, so dass freie Hotel-Zimmer für die Dauer der Veranstaltungen oft Mangelware sind.

Bauliche Sehenswürdigkeiten

Weitaus weniger troubelig als auf der Kunstmesse oder der Kirmes geht es bei einem Besuch des Wasserschlosses Strünkede zu. Die bis heute ganz von Wasser umschlossene Ritterburg wurde im 16. / 17. Jahrhundert erbaut und beherbergt die stadt- und kulturgeschichtlichen Schausammlungen des Emschertal-Museums. Der Bau ist in eine weitläufige Parklandschaft eingebettet, auf deren Areal sich auch die Spielstätte des SC Westfalia 04 Herne befindet. Hier wurden eine Zeitlang sogar die wichtigsten Spiele der 1. Deutschen Bundesliga ausgetragen. Ein weiteres kulturell-historisch bedeutsames Bauwerk ist die über 130 Jahre alte Orgel in der Kreuzkirche, deren Erschaffung auf das bedeutende Unternehmen Johann Friedrich Schulze & Söhne zurückgeht.

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