Halle (Saale)

Blick auf die Burg Giebichstein - Halle an der Saale © nuwand / Fotolia.com

Halle an der Saale - das unterschätzte Highlight Sachsen-Anhalts

Halle an der Saale steht stets etwas im Schatten des unmittelbar benachbarten Leipzig und der Landeshauptstadt Magdeburg. Dabei war die kreisfreie Großstadt einst das bedeutende Salzhandelszentrum Europas - und blickt auf eine dementsprechend interessante Geschichte zurück. Ihre urkundliche Ersterwähnung datiert aus dem Jahre 806. Archäologen gehen jedoch davon aus, dass die Region um die heutige Saalestadt schon während der Bronze- und Eisenzeit besiedelt war.

Salz für die Welt

Grund zu dieser Annahme bieten Brunnen- und Briquetagen-Reste aus der Zeit um 2.000 v.C., welche auf planmäßig betriebene Salzgewinnung aus Oberflächenwasser hindeuten. Die Sole wurde mittels spezieller Anlagen zu Tage gepumpt und in großen, flachen Pfannen so genannter Siedehäuser über offenem Feuer verkocht. Zurück blieb reines Salz, das als "weißes Gold" sowohl die soziale als auch die wirtschaftliche Struktur der Region prägte. Es bildete das ertragreichste Handelsgut und bewirkte, dass Halle im Mittelalter zu einem der wichtigsten Warenumschlagplätze des deutsch-römischen Kaiserreichs aufstieg. Im Zuge dessen erhielt die Stadt eine mit sechs Torburgen und vierzig Türmen bestückte Verteidigungsanlage. Ihr Verlauf lässt sich bis heute am bestehenden Ringstraßen-System Halles ablesen.

Historischer Stadtrundgang

Auch sonstige Bauwerke zeugen, wie ein Museum, von der wechselvollen Stadtgeschichte. Zum wohl beeindruckendsten gehört die um 960 errichtete Burg Giebichenstein, in der sich die Lehrräume der gleichnamigen Kunsthochschule befinden. Im Zentrum erhebt sich die spätgotische Kirche "Unserer Lieben Frauen" und nur wenig entfernt können Besucher die Schätze der im 15. Jahrhundert erbauten Moritzburg besichtigen. Wer noch tiefer in die Vergangenheit eintauchen möchte, löst ein Ticket im "Landesmuseum für Vorgeschichte", in welchem die bedeutendste archäologische Sammlung ihrer Art in Mitteldeutschland ausgestellt ist.

Wissen ist Macht

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal besitzt Halle mit seiner "Alma Mater Hallensis". Sie wurde am 01. Juli 1694 gegen den Willen des Dresdner und des Wiener Hofes von Kaiser Leopold I. eingeweiht. Jede einzelne hier stattfindende Vorlesung oder Veranstaltung genossen bald einen solch guten Ruf, dass Halles Bildungszentrum zum Dreh- und Angelpunkt der deutschen Frühaufklärung wurde. Fast zeitgleich eröffnete Johann Juncker in der Saalestadt das erste Universitätsklinikum des Landes. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den "Franckeschen Stiftungen" - einem Gebäudekomplex, der eine Vielzahl wissenschaftlicher, kultureller, sozialer und pädagogischer Einrichtungen beherbergt.

Raus ins Grüne!

Um die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten von Halle nutzen zu können, sollten Besucher der Stadt mindestens eine Nacht im Hotel verbringen. Nur so lassen sich die flächendeckenden Reit-, Fuß- und Radwege der Dölauer Heide, die Peißnitz-Insel, das um Halle liegende Landschaftsschutzgebiet "Saaletal" und die Galgenberge ausgiebig genug erkunden. Weitere Natur-Oasen der überraschend grünen Stadt sind die zahlreichen zentralen Parkanlagen und der Zoologische Garten auf dem Reilsberg. Seine erhöhte Lage und die mehr als 300 Tierarten machen ihn zu einem attraktiven Ausflugsziel für die ganze Familie - die bei einem gemeinsamen Besuch gegenüber dem Kauf von je einem Einzel-Ticket auch noch erheblich spart.

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