Hagen (Nordrhein-Westfalen)

In Hagen - Sitz der Fernuniversität © kamasigns / Fotolia.com

Denk' ich an Hagen in der Nacht...

Der eher beschauliche Ort im Ennepe-Ruhr-Kreis ruft bei den meisten Menschen wenige bis gar keine Assoziationen hervor. Und doch befindet sich hier nicht nur die Wiege zahlreicher kultureller Errungenschaften, sondern auch die des modernen Menschen...

Junge Stadt mit weitreichender Vergangenheit

Tatsächlich war das heutige Stadtgebiet bereits in ur- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. In der Umgebung von Hagen entdeckten Archäologen die bislang ältesten Überreste unserer unmittelbaren Vorfahren sowie 319 Millionen Jahre alte Insektenfossilien. Hinweise auf die Epoche des beginnenden Mittelalters fehlen jedoch. Erst für die Zeit ab dem frühen 13. Jahrhundert liegen zuverlässige Quellen vor. Ihnen zufolge wechselte die Herrschaft über Hagen innerhalb weniger Dekaden mehrfach. Das Hin und Her hielt bis 1746 an - jenem Jahr, in dem der "akzisebare Flecken" per königlichem Reskript endlich das Stadtrecht erhielt.

Sitz bedeutender Unternehmen

Trotz seines vergleichsweise jugendlichen Alters ist der Ort Sitz zahlreicher traditionsreicher Unternehmen. So wird hier in sechster Generation Eversbuscher Doppelwacholder gebrannt und in vierter Generation Vormann-Pils gebraut. Beide Spezialitäten sind in jedem Restaurant der Innenstadt erhältlich und gelten unter Touristen als beliebte Souveniers der Region. Auch Meha-Suppenwürfel und Zwieback der Marke "Brandt" haben ihren Ursprung in Hagen. Darüber hinaus ist die Stadt Hauptsitz des Parfümerie-Unternehmens Douglas, zu dem auch der Medienriese Thalia und das Modehaus AppelrathCüpper gehören.

Kulturell ganz vorn dabei

Weitere Hagener Urgesteine sind die Gruppe "Extrabreit", die Schwestern Inga und Annette Humpe sowie Gabriele Susanne Kerner, besser bekannt als "Nena". Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Musikindustrie des gesamten Landes ab den frühen 1980er Jahren erfolgreich auf der "Neuen Deutschen Welle" mitschwamm. Über diese kulturelle Errungenschaft hinaus hat Hagen mit dem Emil-Schumacher-Museum und dem Karl-Ernst-Osthaus-Museum zusätzlichen Kunstgenuss zu bieten. Hier werden nicht nur Werke der Namensgeber präsentiert, sondern auch Arbeiten von Künstlern aus deren unmittelbarem Umfeld.

Naturnahes Hagen

Als eine der Top-Ten-Platzierungen unter den grünsten Städten Deutschlands verfügt Hagen über beinahe unzählige Parkanlagen, Liegewiesen und Spielplätze. Das diesbezügliche Highlight ist der citynahe Volkspark, in dem zahlreiche Skulpturen, Brunnenanlagen und eine Konzertmuschel aufgestellt sind. Letztere bildet die Hauptbühne für das Kulturfestival "Muschelsalat", das an jedem Mittwoch in den Sommermonaten unter freiem Himmel stattfindet. Im Freien befindet sich auch das "Museum für Handwerks- und Technikgeschichte". Der ihm vorstehende Landschaftsverband Westfalen-Lippe diskutiert in regelmäßigen Tagungen die Verbesserung der Qualität von Ausstellungen. Dabei ging es jüngst auch um die Erlebbarkeit durch Übernachtungen in einem stilecht eingerichteten Hotel.

In Kooperation mit:

Für mehr Informationen zu wo.de senden Sie uns bitte eine E-Mail oder nutzen Sie unser Kontaktformular: