Erfurt

Erfurt - Fluss Gera durch die Stadt © dk-fotowelt / Fotolia.com

Erfurt - die kulturell reizvolle Hauptstadt Thüringens

Prädestiniert durch eine günstige geografische Lage blickt die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen auf eine ebenso lange wie erfolgreiche Geschichte zurück. Über mehrere Jahrhunderte und politische Systeme hinweg hat Erfurt seine wirtschaftliche Stellung und seine traditionellen Werte bewahren können. Die Stadt ist heute das Zentrum einer strukturell erstarkten Region und bietet sowohl ihren Bewohnern als auch Touristen einzigartige Kulturerlebnisse und Freizeit-Veranstaltungen.

Von Anfang an ein bedeutendes Handels- und Bildungszentrum

Die Geschichte der Thüringer Landeshauptstadt lässt sich bis ins Jahr 742 zurückverfolgen - jenem Zeitpunkt, zu dem "Erphesfurt" das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Schon rund 500 Jahre später erklärte Karl der Große den "Ort an der dunklen Furt" zu einem Grenzhandelsplatz seines Reiches und gab ihm damit eine bedeutende Stellung. Als die schnell wachsenden Stadt 1331 durch Kaiser Ludwig IV. das Messeprivileg verliehen wurde, verzeichnete sie bereits knapp 20.000 Einwohner. Ein Großteil davon waren die am "Studium Generale" eingeschriebenen Studenten, zu denen zwischen 1501 und 1505 auch Martin Luther zählte.

Immer wieder Landeshauptstadt

Auf Basis eines 1802 geschlossenen Vertrages mit Frankreich wurde das Gebiet um Erfurt dem Königreich Preußen zugesprochen. Nach der erfolgreichen Ansiedlung größerer Maschinenbaubetriebe hatte sie sich bis Ende des Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Industrie-Standorte des Landes entwickelt. Parallel dazu etablierte sich in Erfurt das bis heute bestehende Saatzucht- und Gartenbau-Gewerbe. Infolge des Ersten Weltkrieges verlor die Stadt ihre wirtschaftliche Vormachtstellung und wurde währen der Luftangriffe 1945 stark zerstört. Kurz vor Gründung der DDR wurde Erfurt zur Landeshauptstadt Thüringens ernannt, behielt diesen Status aber nur wenige Jahre bei. Erst im Zuge der Wiedervereinigung wurden ihr die Bezeichnung und die Stellung erneut zuerkannt.

Besser als jedes Museum: Die einzigartigen Bauwerke Erfurts

Neben dem einen oder anderen Hotel von Erfurt üben zwei Gebäude einen besonderen Reiz auf Touristen aus: Zum einen der Dom, dessen älteste Segmente aus dem 12. Jahrhundert stammen, und zum anderen die Krämerbrücke, die nördlich der Alpen als einziges bewohntes Bauwerk ihrer Art gilt. Ihre sechs steinernen Tonnengewölbe überspannen knapp 80 m Flussbreite und tragen insgesamt 32 Häuser. Jüngere Gäste von Thüringens Landeshauptstadt erfreuen sich an einer speziellen Bebauung des Erfurter ega-Parks. Hier - in den Studios des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals KiKa - können sie einen Blick hinter die Kulissen ihres Lieblingssenders werfen und Helden wie Bernd das Brot oder Checker Chan live erleben. Wer keine Tickets für die begehrten Touren durch die Fernsehlandschaft ergattern kann, stattet dem Erfurter Zoo oder dem Aquarium einen Besuch ab.

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