Braunschweig

Panoramaansicht Braunschweiger Residenzschloss © picturemaker01 / Fotolia.com

Braunschweig - tierisch stark

Ihre wohl bekannteste Erwähnung findet die Stadt Braunschweig in einem der volkstümlichen Schwänke um Till Eulenspiegel. In diesem wird berichtet, wie der Narr aus gutem Brotteig Eulen und Meerkatzen formt - und diese zum Ärger des erbosten Bäckereibesitzers auch noch gewinnbringend verkauft. Doch Braunschweig ist mehr als ein Schauplatz für heitere Geschichten, denn es schreibt seit mehr als 1.000 Jahren selbst Geschichte.

Führend in Handel und Wissenschaft

Die Anfänge reichen zurück ins 9. Jahrhundert, in dem sich das niedersächsische "Brunswick" zu einer der bedeutendsten Handelsstädte des Landes entwickelte. Unter der Regierung von Heinrich dem Löwen konnte Braunschweig diese Stellung noch weiter ausbauen und trägt als Reminiszenz an seinen ehemaligen Herrscher den Beinamen "Löwenstadt". Heute gilt sie als wichtiger Forschungs-Standort und bekam im Jahre 2007 den ehrenwerten Titel "Stadt der Wissenschaft" verliehen. Mit insgesamt 27 entsprechend arbeitenden Einrichtungen und Organisationen sowie 250 Hochtechnologie-Firmen ist Braunschweig Europas führendes Forschungszentrum.

Werterhalt im Kleinen

Vom einstigen Glanz der mittelalterlichen Handelsmetropole ist nur wenig erhalten geblieben, weil die meisten Fachwerkbauten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Dennoch lohnt sich ein Besuch des Braunschweiger Zentrums, denn einige historisch bedeutsame Gebäude wurden in Form von "Traditionsinseln" wieder aufgebaut. Zu ihnen gehört neben verschiedenen anderen Sakralbauten auch der Braunschweiger Dom. Er ist eine der zehn am häufigsten besuchten evangelischen Kirchen des ganzen Landes. Weitere ganz oder teilweise rekonstruierte Bauwerke sind die "Alte Waage" und das Residenzschloss, in dessen Nähe sich ein Einkaufszentrum mit zahlreichen Restaurants und Geschäften befindet.

Erinnerung im Großen

Wer den genauen Verlauf der Geschichte und die kontinuierliche Entwicklung der Stadt nachvollziehen möchte, findet in Braunschweig zahlreiche entsprechend thematisierte Museen. Dabei sind sowohl die dort präsentieren Exponate interessant, als auch die Historie der einzelnen Häuser. So können Besucher des "Herzog Anton Ulrich-Hauses" nicht nur kunsthistorisch bedeutsame Gemälde betrachten, sondern zugleich das drittälteste öffentlich zugängliche Museum der Welt. Die wohl außergewöhnlichste Einrichtung ihrer Art hat Braunschweig mit der "ZeitSchiene" zu bieten. Die Freilichtausstellung zur Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte erstreckt sich auf einem ehemaligen Ringgleis, das um Fuß- und Radwege erweitert worden ist.

Umsonst und draußen

Alle, die für die Besichtigung von Kunst keine Tickets kaufen möchten, werden mit dem "Happy RIZZI House" bestens bedient. Das als Büroraum genutzte Gebäude ist ein Entwurf des US-amerikanischen Künstlers James Rizzi, der hierzulande vor allem durch seine dreidimensionalen Konstruktionen bekannt wurde. Die Außenwände des Hauses zeigen flächendeckende Pop-Art-Malerei mit zahlreichen augenzwinkernden Details, unter denen es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Offen für Events aller Art

Gleiches gilt auch für den Veranstaltungs-Kalender von Braunschweig. Hier ergänzen sich traditionelle und zeitgenössische Events zu einem kunterbunten Jahresprogramm, bei dem Alt und Jung gleichermaßen unterhalten werden. Neben dem Karnevalsumzug "Schoduvel" und dem seit über 300 Jahren stattfindenden Weihnachtsmarkt richtet die Stadt das "Internationale Filmfest Braunschweig" und das Finale des Breakdance-Wettbewerbs "Battle of the Year" aus. Weil diese temporären Ereignisse Fans aus aller Welt anziehen, sollten Übernachtungsgäste rechtzeitig Hotels buchen. Poetry Slam hingegen wird das ganze Jahr über ein fester Platz im städtischen Terminplaner eingeräumt. Schließlich hat der deutschlandweite Siegeszug der Dichterschlachten in Braunschweig seinen Anfang genommen hat.

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