Bielefeld

Die Sparrenburg in Bielefeld © Waldemar Milz / Fotolia.com

Fünf Gründe, an die Existenz von Bielefeld zu glauben

Seit etwa zwanzig Jahren vertritt eine kleine Schar von Verschwörungs-Theoretikern die Meinung, dass Bielefeld überhaupt nicht existiert. Zur Untermauerung ihrer haarsträubenden Behauptung führen sie verschiedene Beweise an - die im folgenden Text allesamt widerlegt werden können:

Deutlich sichtbares Wahrzeichen

Als wohl augenfälligstes Merkmal dafür, dass es Bielefeld sehr wohl gibt, thront hoch über der Stadt die Sparrenburg. Hier findet jeden Sommer ein farbenprächtiges Spektakel mit Gauklern, Rittern und Vertretern unterschiedlicher Gewerke statt. Jahr für Jahr lösen mehr Schaulustige ihre Tickets, kaufen kunsthandwerkliche Produkte und lassen sich vom bunten Treiben verzaubern. Der Zugang zur Burg erfolgt über eine der schönsten Wanderstrecken von Deutschland - den knapp 160 Kilometer langen Herrmannsweg. Er bildet ein im Wortsinn begehbares Denkmal an die Varusschlacht, welche die Germanen vor zirka 2.000 Jahren gegen die Römer gewannen.

Führend in Bildung und Business

Doch auch diejenigen, die das mittelalterliche Vergnügen in luftiger Höhe meiden, müssen sich der Existenz von Bielefeld stellen. Wohin sonst sollten die rund 35.000 Abiturienten verschwinden, die sich alljährlich an der hiesigen Hochschule einschreiben? Tatsächlich hat sich der Bielefelder Campus zu einem der modernsten Universitäts-Standorte des Landes entwickelt. Er beherbergt nicht nur zahlreiche Fakultäten, sondern zugleich die größte Forschungseinrichtung der Region Ostwestfalen-Lippe. Darüber hinaus sind in Bielefeld so bekannte Unternehmen wie der Hemdenhersteller "Seidensticker", die "Dr. August Oetker KG", der Maschinenbauer "Gildemeister" und der Baustoff-Lieferant "Schüco" angesiedelt.

Umfassendes Sport- und Freizeit-Angebot

Mit dem "Kesselbrink" - der größten innerstädtisch gelegenen Skateboard-Anlage Europas - liefert Bielefeld einen weiteren Beweis für sein Vorhandensein. Hier treffen sich täglich zahlreiche Anhänger des Brett-Sports, um Basis-Tricks und wilde Sprünge zu üben. Selbst, wer die Anlage nicht nutzt, kann die Existenz von Bielefeld kaum leugnen: Die großzügig bemessene Parklandschaft rund um die Stadt zieht zu jeder Jahreszeit Spaziergänger, Radfahrer und Freizeitsportler an. Die nahegelegenen Restaurants des Bielefelder Zentrums runden für viele den Aufenthalt im Grünen ab.

Kleine, aber feine Kultur-Szene

Kunstfreunde werden Bielefeld ebenfalls kaum missen wollen. Außer in zahlreichen Theatern, Galerien und Ateliers präsentiert sich die Szene in insgesamt 15 Museen. Unter ihnen nimmt die "Bielefelder Kunsthalle" durch ihre außergewöhnliche Architektur und international beachtete Sonderausstellungen einen ganz besonderen Platz ein. Auch Musikfreunde wissen Bielefeld zu schätzen, denn auf der Bühne des Bunkers "Ulmenwall" finden regelmäßig Sessions in verschiedenen Genres statt. Spielen überregional bekannte Künstler auf, übernachten sie gern in einem der umliegenden Hotels. Buchen sollte man in diesem Falle stets rechtzeitig.

Kontinentaler Maßstab

Den wohl schönsten Beweis für ihr Dasein liefert die Stadt jedoch mit den "Bodelschwingh'schen Stiftungen Bethel" - für deren Tätigkeit Bielefeld zur "Europäischen Hauptstadt der Diakonie" ernannt wurde. Mit der Betreuung und Versorgung kranker oder anderweitig eingeschränkter Personen ist der angeblich nicht existierende Ort seit nunmehr 150 Jahren Vorbild für ähnlich arbeitende Einrichtungen in ganz Europa.

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